Tipps gegen Zecken

Jeden (Früh-)sommer kocht das Thema „Zecken“ wieder neu auf. Wer sich ab und zu draussen bewegt wird um dieses Thema nicht herum kommen. Zumal Zecken die bekannten Krankheiten FSME und Lyme-Borreliose übertragen können.

Während es Impfungen gegen FSME gibt und diese vielfach empfohlen werden, gibt es noch keine Möglichkeit, Borreliose zu verhindern. Die einzige Möglichkeit ist es einen Zeckenbiss zu vermeiden. Dazu gibt es aber wirklich gute und wirkungsvolle Methode, dazu später mehr.

Die Zecken

Bis ungefähr 1,5 Meter über dem Boden herrscht Zeckengefahr. Zecken lauern nicht auf Bäumen, von wo sie sich auf ihre Opfer fallen lassen. Vielmehr warten sie an hohen Gräsern, Sträuchern oder in Büschen darauf, von ihren Opfern abgestreift zu werden.

Die Opfer identifiziert sie am Schweißgeruch (Buttersäure) und der Wärmeausstrahlung. Ist die Zecke an einem Opfer dran, sucht sie sich, zum Teil mehrere Stunden lang, eine feuchtwarme Stelle. Sehr beliebt sind die vier Stellen des Körpers bei Zecken:

  • zwischen den Beinen,
  • in den Kniekehlen,
  • unter den Armen,
  • am Nacken

aber die Leisten und alle Haaransätze sind beliebte Verstecke der Zecken.

Wer mehr über die Zecken erfahren möchte, findet im Netz gute Artikel, wie hier zum Beispiel.

Oder erstaunliche Fakten zu Zecken hier.

Zecken vermeiden

Gegen Zecken hilft es geschlossene Schuhe und helle Kleidung zu tragen um Zecken leichter zu entdecken, dazu die Hosenbeine in die Socken stecken. Ein guter Zeckenschutz sind auch hohe Gummistiefel, nur ist das im Sommer nicht immer ideal.

Eine sehr gute Möglichkeit, die neben Menschen auch bei Hunden und anderen Haustieren sehr effektiv gegen Zecken hilft, ist während der Zeckenzeit (von März bis Oktober) Schwarzkümmelöl einzunehmen. Da das reine Öl wirklich nicht lecker schmeckt, bieten sich Kapseln an. Das Schwarzkümmelöl ändert den Duft des Körpers unmerklich, so dass die Zecken regelrecht flüchten.

Schwarzkümmelöl-Kapseln Schwarzkümmelöl Kapseln 2

Wer keine Kapseln einnehmen mag, kann sich draußen durch lange Kleidung und eines Zeckensprays schützen. Das Spray (Link anklicken) ist bei Menschen und Tier sehr wirkungsvoll.

Zeckenspray mit LSF

Zecken wieder loswerden

Eine relativ gute Vorbeugemaßnahme ist, sich nach jedem Aufenthalt in Wald und Wiese innerhalb der nächsten 6-10 Stunden einmal kalt zu duschen. Die noch nicht festgebissenen Zecken lassen sich dann meistens von selbst fallen.

Hat sich die Zecke bereits festgebissen, sollte sie auf keinen Fall mit Öl, Klebstoff oder Nagellack entfernt werden, da die Zecke in diesem Fall ihren Mageninhalt erbricht. Am Besten nimmt man eine Zeckenschlinge, (s. Link) um Zecken sicher zu entfernen.

Zecken-Schlinge

Krank nach Zeckenstich

Da viele Menschen in Bezug auf Zecken schon fast hysterisch reagieren, sollte man die Kirche im Dorf lassen, und nur einmal die Zahlen anschauen. Die verwendeten Zahlen stammen aus dem ALCEA/CERES Therapeuten Newsletter.

In der Bundesrepublik werden jährlich etwa 300 Erkrankungen gemeldet, mit deutlichen Schwankungen: Für 2012 wurden 195 Fälle gemeldet, 2013 waren es 420.

Symptome zeigen etwa 30 Prozent der Infizierten. FSME macht sich nach ungefähr 1-2 Wochen, durch grippeähnliche Symptome, wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen bemerkbar. In 10% der Fälle (also einem Drittel derjenigen, die Symptome aufweisen) kommt es zu neurologischen Ausfällen, Bewusstseinsstörungen, Meningitis (Hirnhautentzündung), Enzephalitis (Gehirnentzündung) bis zu Lähmungserscheinungen. Aber selbst bei derartigen schweren Verläufen bilden sich die Symptome bei guter Therapie in aller Regel wieder vollständig zurück.


Die Gesundheits-Behörden, Krankenkassen, Ärzte und Medien raten zur FSME-Impfung. Aber leider wird nur selten Nutzen und Risiko der FSME-Impfung ins Verhältnis gesetzt.
Schätzt man das Risiko ernstzunehmender Impfschäden (ja die gibt es !) einer FSME-Impfung auf 0,001% (jeder 100.000ste), so bedeutet das, dass bei einer angenommenen Durchimpfrate von 75% jährlich 600 Personen in der Bundesrepublik durch die Impfung erkranken würden.

Dem Gegenüber steht eine ungefähr 70% ige Schutzwirkung, vorausgesetzt die Impfung wurde 3 mal wiederholt und dann etwa alle 5 Jahre aufgefrischt (jedes Mal mit demselben Impfrisiko). Rechnet man die Zahlen auf die durchschnittliche Lebenszeit hoch, dann liegt die Wahrscheinlichkeit eines Impfschadens (welcher in seiner Ernsthaftigkeit der FSME-Symptomatik vergleichbar ist), gleich hoch, wie die Wahrscheinlichkeit, an FSME selbst zu erkranken. Somit bleibt jedem selbst die Entscheidung überlassen, was man macht.

Borreliose

Die Hauptgefahr des Zeckenbisses lauert in der Übertragung von Borreliose.

  • Jede 5. Zecke trägt Borrelien in sich. Gegen diese Infektionskrankheit gibt es keine Impfung.
  • Borrelien gelangen erst nach frühestens 10 Stunden von der Zecke in den Menschen.

Wer von einer infizierten Zecke gebissen wurde, hat ein ca. 10-30% iges Erkrankungsrisiko für die Borreliose.

Die Anzeichen einer Lyme-Borreliose sind:

  • Wanderröte – Erythema migrans um die Einstichstelle
  • später Nackenschmerzen oder Nackensteifigkeit, sowie
  • brennende Augen, Müdigkeit, Kopfschmerzen und/oder
  • grippeähnliche Symptome mit Fieberschüben, Gliederschmerzen,
  • neurologische Ausfälle (z.B. Gesichtslähmung) können später dazu kommen

Da es über 300 verschiedenen Arten von Borrelien gibt, ist eine klare Diagnose sehr schwierig.

Um bei einem Zeckenbiss auf Nummer sicher zu gehen, sollte man die entfernte Zecke (auf eine Tesastreifen kleben) in ein Labor schicken.

Die schulmedizinische Therapie bei Borreliose ist eine 3 wöchige Antibiotika-Einnahme. Leider klagen viele Patienten später (auch Jahre danach) oft über verschiedene, meist unklare Symptome.

Naturheilkundliche Behandlung

Als einigermaßen gesichert kann immerhin gelten, dass viel Ruhe, eine basenüberschüssige, frische Kost und - sofern keine Herz- oder Venenschwächen vorliegen - Überwärmungsbäder (Badetemperatur mindestens 42 Grad Celsius) den Heilungsprozess deutlich unterstützen.

Zum wichtigsten Naturheilmittel ist inzwischen die Wilde Karde (Dipsacus fullonum) aufgestiegen.

Wilde Karde Tropfen

Für eine naturheilkundliche Behandlung wenden Sie sich an den Therapeut Ihres Vertrauen. Er erstellt mit Ihnen einen Behandlungsplan.

Viel Erfolg